Gestern habe ich Jericho in der Post gehabt und musste es doch auch gleich ausprobieren:
OK, das Spiel polarisiert und das ist gut so (Jericho ist definitiv kein weichgespültes Mainstreamprodukt)!! Auch wenn ich persönlich nicht so ein Shooterfan bin, das Spiel hat mich gefesselt. Ich musste mich zwingen die Konsole auszuschalten, sonst hätte ich die ganze Nacht durchgezockt.
Die ersten Level sind selbst auf “schwer” etwas einfacher, da diese als Tutorial genutzt werden. Die Steuerung ist präzise und geht – wie immer nach einer gewissen Gewöhnungsphase – einfach von der Hand.
Die Story ist im wahrsten Sinne des Wortes teuflich. Die verschiedenen Zeitebenen sind hervorragend implementiert (bin gerade bei den Templern angekommen) und in sich schlüssig. Die Level sind unterschiedlich lang (von “Was, das war’s schon?” bis “Boah, das nimmt ja kein Ende!”) ist alles dabei. Wobei ein paar zusätzliche Kontrollpunkte mir ein paar Wiederholungen erspart hätten.
Das Spiel bietet jede Menge (und das ist ebenfalls wörtlich zu nehmen) verschiedene Gegner – von strohdummen Mumien bis hin zu intelligent agierenden Monstern. Ein einfaches draufhalten geht grundsätzlich in die Hose. Es ist notwendig, dass man die Eigenheiten und Spezialfähigkeiten der Mitstreiter immer im Hinterkopf hat und diese auch richtig getimed einsetzt.
Damit wäre ich nun bei einer der zentralen Funktionen des Spiels: Nachdem der Teamchef – ganz offiziell – das zeitliche gesegnet hat, kann seine Seele in die Körper der Teamkameraden schlüpfen und deren Spezialfähigkeiten nutzen. Genial gemacht!
Die Grafik ist für mich persönlich sehr gut. Jericho ist kein Rollenspiel, bei dem ich mir jeden Winkel der Spielwelt ganz genau aus der Nähe betrachten muss. Hier und da sind einige Texturen nicht ganz so detailreich. Die gesamte Atmosphäre in den Außen- und Innenlevel ist stimmig und gruselig.
Meine persönliche Wertung liegt bei 9 von 10 möglichen Punkten. Wer diesen Spieletyp mag, kommt mit Jericho voll auf seine Kosten!






